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GeoWAM - ein mFund-Projekt

Problemstellung

Für das Wassermanagement der tidebeeinflussten Bereiche der deutschen Nordsee werden u. a. zur Bearbeitung wasserbaulicher, wasserwirtschaftlicher, gewässerkundlicher und ökologischer Fragestellungen aktuelle, hochauflösende und genaue Geodaten der Gewässer benötigt, insbesondere in Form von Digitalen Gelände- und Oberflächenmodellen. Zur Erfassung der digitalen Daten der trockenfallenden Watt- und Vorlandflächen stehen jedoch wasserstands- und wetterbedingt nur äußerst geringe Zeitfenster zur Verfügung. In diesem Vorhaben soll die flugzeuggestützte InSAR-Technik (Radarinterferometrie) erprobt und weiterentwickelt werden, welche eine mehrfach höhere Flächenerfassungsleistung sowie Wetterunabhängigkeit verspricht. Dies lässt neue fachliche sowie ökonomische, und damit auch indirekt gesellschaftliche, Vorteile gegenüber herkömmlich eingesetzten Techniken wie dem Airborne Laserscanning (ALS) erwarten. Allerdings bedarf es für entsprechende operationelle Einsätze und anwendungsbezogene Produktbereitstellungen noch intensiver FuE-Aktivitäten bzgl. der Datenerfassung, nutzerorientierter Datenaufbereitungen und Produktweiterentwicklungen, die im vorliegenden Vorhaben umgesetzt werden sollen.

Projektziel

Projektziele des beantragten FuE-Verbundvorhabens GeoWAM sind daher die effizientere Erfassung, Aufbereitung und Analyse verbesserter gewässerrelevanter Geodaten, sowie die darauf basierende Optimierung themen- und datenspezifischer Fragestellungen wie z.B. das Monitoring von Vegetationseinheiten oder morphologische Langzeit- und Klimaänderungsanalysen. Zu diesem Zweck werden in zwei Pilotuntersuchungsgebieten in drei Befliegungen Testdaten erfasst und mit neuen Algorithmen verarbeitet, deren Ergebnisse dann wiederum gegenüber im Projekt ebenfalls erhobenen Referenzdaten validiert werden. Auch allgemeine Umsetzungsstrategien zur Nutzung der neuen Datenprodukte in Verwaltungsprozessen sollen entwickelt werden.

Die Verwertung beruht auf den qualitativen und ökonomischen Vorteilen, welche die neu zu entwickelnde Technologie voraussichtlich gegenüber bestehenden Befliegungstechnologien besitzt. Dies wird durch die Zusammenarbeit mit potenziellen Anwendern aus den verschiedensten Behörden im Projekt weiter untersucht. Disy wird ein ganzheitliches Dienstleistungsangebot aus Befliegung und Datenanalyse bis zu den konkreten anwendungsbezogenen georeferenzierten Datenprodukten konzipieren. Die im Projekt entstehenden experimentellen Datenprodukte werden zur Projektlaufzeit und darüber hinaus öffentlich verfügbar und über die mCLOUD auffindbar gemacht.

Bereitstellung der Datenprodukte

Die aufbereiteten Daten werden in einem WebGIS bereitgestellt.

Konsortium

Das Projektkonsortium wird von einem KMU mit hervorragender Forschungsexpertise und dem Tätigkeitsschwerpunkt Verwaltungsinformatik auf Basis von Geodaten koordiniert (Disy). Eine Bundes- und eine Landesbehörde (BfG, NLWKN) stellen das wasserfachliche Know-How bereit und sichern die Praxisorientierung der Projektarbeiten sowie die Qualität der erzeugten Datenprodukte. Dazu wird auch mit vielfältigen Beratungs- und Verwertungspartnern außerhalb des Projektkonsortiums zusammengearbeitet. Die InSAR-Technologie wird vom DLR bereitgestellt und weiterentwickelt. Zwei exzellente akademische Partner (KIT, Universität Stuttgart) aus der Fernerkundung entwickeln neue und verbesserte Algorithmen und Analyseverfahren.

Disy Logo BfG Logo NLWKN Logo DLR
KIT Logo Uni Stuttgart Logo

Links: Disy, BfG, NLWKN, DLR, KIT, Uni Stuttgart


Projektlaufzeit: November 2018 bis Oktober 2021


Kontakt:

geowam@disy.net

Disy Informationssysteme GmbH
Ludwig-Erhard-Allee 6
76131 Karlsruhe

www.disy.net